Schweiz

Reisebericht Schweiz - Nah & Fern

Unsere Reise durch die Schweiz beginnt natürlich in Bern. Die Altstadt sieht aus, als hätte jemand ein mittelalterliches Bilderbuch gebaut – mit Arkaden, Brunnen und einem Bären, der vermutlich mehr Touristen fotografiert als umgekehrt. Hier gibt’s die erste Portion Rösti, goldbraun, knusprig und so gut, dass man kurz überlegt, die Diät auf das nächste Leben zu verschieben.

Weiter geht’s nach Basel. Kunst überall: Museen, Galerien und Menschen, die so ernst schauen, als würden sie gerade über moderne Kunst nachdenken. Ich stehe vor einem Bild, das aussieht wie ein verschütteter Erdbeerjoghurt – und nicke wissend. Kultur muss man manchmal einfach fühlen.

In Zürich merkt man sofort: Hier wohnt das Geld. Banken glänzen, Uhren ticken präzise und die Schokolade in den Confiserien schmeckt so gut, dass man kurz überlegt, ein Konto nur für Pralinen zu eröffnen.

Dann nach St. Gallen. Die berühmte Stiftsbibliothek riecht nach alten Büchern und Wissen. Draussen riecht es eher nach frischem Brot und Käse – eine Kombination, die auch sehr überzeugend ist.

In Chur, der ältesten Stadt der Schweiz, schlendert man durch Gassen, die so alt sind, dass sie wahrscheinlich schon Römer gesehen haben. Kurz darauf geht’s hoch nach Davos, wo im Winter Ski gefahren wird und im Sommer Kühe den schönsten Soundtrack liefern – mit Kuhglocken in Dolby-Surround.

Im Graubünden geniessen wir  ein Teller Capuns – Bündner Spezialität mit Spätzliteig in Mangold gewickelt. Klingt kompliziert, schmeckt aber fantastisch.

Im Tessin wartet Lugano mit Palmen, Sonne und italienischem Lebensgefühl. Hier gibt’s Risotto, cremig, duftend – und plötzlich fragt man sich, ob man eigentlich noch in der Schweiz oder schon in Italien ist.

In Sion im Wallis thronen zwei Burgen über der Stadt wie alte Wächter. Dazu ein Glas Fendant, nein nicht Fanta.

Dann nach Lausanne am Genfersee. Elegante Häuser, Seeblick und Menschen, die so entspannt Kaffee trinken, als hätten sie nie etwas von Stress gehört.

Zum Abschluss Genf. International, elegant, mit einem Wasserstrahl im See, der so hoch ist, dass man denkt, jemand habe vergessen, den Wasserhahn zuzudrehen.

Und zwischendurch überall typisch Schweiz:
Alpaufzüge mit geschmückten Kühen, Jodeln, das von Berg zu Berg hallt, Alphörner, die klingen wie ein Natur-Spotify der Alpen. Dazu Käse in hundert Varianten, Schokolade in tausend Formen und Handwerk, das so präzise ist, dass wahrscheinlich sogar die Kühe pünktlich sind.

Fazit:
Die Schweiz ist ein Land, in dem Tradition, gutes Essen und Humor zusammenpassen wie Käse und Brot. Und nach dieser Reise weiss ich: Die Berge sind hoch, die Züge pünktlich – und der Appetit sowieso. 😄

 

Typische Kantons-Spezialitäten:

Bern – die berühmte Berner Platte mit verschiedenen Fleischsorten, Sauerkraut und Bohnen. 

Basel-Stadt – der würzige Basler Läckerli, ein Honiggebäck mit Mandeln und Gewürzen. 

Basel-Land – Basler Mehlsuppe, traditionell an der Fasnacht serviert.

Zürich – das weltbekannte Zürcher Geschnetzeltes, Kalbfleisch in cremiger Rahmsauce, natürlich mit Rösti.

St. Gallen – die legendäre St. Galler Bratwurst, die Kenner ohne Senf essen.

Graubünden – die köstlichen Capuns, kleine Teigpäckchen in Mangoldblättern, mit Rahm und Käse überbacken.

Tessin – cremiges Risotto, oft mit Pilzen oder Safran.

Wallis – luftgetrocknetes Walliser Trockenfleisch, perfekt mit Roggenbrot und Wein.

Waadt – der herzhafte Papet Vaudois, Lauch-Kartoffel-Eintopf mit Saucisson-Wurst.

Freiburg – das legendäre Fondue moitié-moitié, halb Gruyère, halb Vacherin .

Neuenburg – Saucisson Neuchâtelois, eine geräucherte Wurst, meist mit Kartoffeln serviert.

Schwyz – Schwyzer Käsekuchen, herzhaft, würzig und perfekt zu einem Glas Most.

Appenzell – der aromatische Appenzeller Käse, dessen geheime Rezeptur streng gehütet wird.

Aargau – die süße Rüeblitorte, ein Karottenkuchen mit Mandeln und Zuckerglasur.

Zug – die berühmte Zuger Kirschtorte, luftig, süss und mit einem Hauch Kirsch.

Solothurn – die elegante Solothurner Torte, Haselnussbaiser mit Cremefüllung.

Thurgau – Apfelhochburg der Schweiz mit Thurgauer Apfelkuchen.

Jura – würzige Toétché, eine Rahm-Tarte aus Hefeteig.

Uri – einfache, herzhafte Älplermagronen, Pasta mit Kartoffeln, Käse und Apfelmus.

Glarus – der einzigartige Schabziger, ein kräftiger Kräuterkäse mit Hörnli serviert.

Nidwalden / Obwalden – traditionelle Nidwaldner Chügelipastete, eine Pastete mit Kalbfleisch und Pilzen.

Schaffhausen – Schaffhauser Zwiebelwähe.

Luzern – Luzerner Chügelipastete mit Ragout gefüllt.